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Dipl.-Psych. Jürgen Dassow

Psychologischer Psychotherapeut VT

Psychotherapeutische Praxis

Verhaltenstherapie

Kognitive Verhaltenstherapie

für Privat und alle Kassen

Psychotherapie unter Einbezug der ab dem 01.04.2017 in Kraft tretenden neuen Psychotherapierichlinie

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Psychotherapeutische Sprechstunde ab dem 01.04.2017:



Die psychotherapeutische Sprechstunde ist ab 01.04.2017 eine Pflichtleistung aller Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und muss durch diese vorgehalten werden. Die psychotherapeutische Sprechstunde ist prinzipiell die Voraussetzung dafür, dass Sie als Patient überhaupt psychotherapeutisch behandelt werden können.

Sie müssen somit mindestens 50 Minuten in einer psychotherapeutischen Sprechstunde gewesen sein (hier oder anderenorts), bevor eine weiterführende psychotherapeutische Leistung angeboten werden kann. Ohne diese Sprechstunde kann keine Akutbehandlung (siehe unten), keine Probatorik (siehe unten) und ebenfalls auch keine Kurzzeittherapie oder Langzeittherapie (siehe ebenfalls unten) angeboten werden.

Es ist in diesem Zusammenhang auch zu prüfen, ob bereits bei Ihnen anderenorts, im Rahmen einer psychotherapeutischen Sprechstunde, die Indikation für eine ambulante Psychotherapie gestellt worden ist. Termine in der Sprechstunde werden Ihnen in Einheiten von mindestens 25 Minuten angeboten, können aber auch in größeren Einheiten zusammengefasst werden.

Für Sie (Psychotherapie: Erwachsene) stehen Ihnen in der Sprechstunde dieser Praxis bis zu 6*25 minütige Einheiten zur Verfügung.

Die psychotherapeutische Sprechstunde ist ab 01.04.2017 eine Pflichtleistung aller Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und muss durch diese vorgehalten werden. Die psychotherapeutische Sprechstunde ist prinzipiell die Voraussetzung dafür, dass Sie als Patient überhaupt psychotherapeutisch behandelt werden können. Sie müssen somit mindestens 50 Minuten in einer psychotherapeutischen Sprechstunde gewesen sein (hier oder anderenorts), bevor eine weiterführende psychotherapeutische Leistung angeboten werden kann.

Ohne diese Sprechstunde kann keine Akutbehandlung (siehe unten), keine Probatorik (siehe unten) und ebenfalls auch keine Kurzzeittherapie oder Langzeittherapie (siehe ebenfalls unten) angeboten werden. Es ist in diesem Zusammenhang auch zu prüfen, ob bereits bei Ihnen anderenorts, im Rahmen einer psychotherapeutischen Sprechstunde, die Indikation für eine ambulante Psychotherapie gestellt worden ist.

Termine in der Sprechstunde werden Ihnen in Einheiten von mindestens 25 Minuten angeboten, können aber auch in größeren Einheiten zusammengefasst werden. Für Sie (Psychotherapie: Erwachsene) stehen Ihnen in der Sprechstunde dieser Praxis bis zu 6*25 minütige Einheiten zur Verfügung.

Sinn und Zweck der psychotherapeutischen Sprechstunde: Sie soll der zeitnahen Abklärung dienen. Nämlich der Klärung dienen, ob bei Ihnen womöglich eine krankheitsrelevante psychische Symptomatik vorliegt oder eben nicht. Weiterführend soll Ihnen dabei geholfen werden, zu klären, welche weiteren Schritte für Sie als ratsam und zielführend erscheinen (z..B. Einleitung einer Psychotherapie, Einzel- und/oder Gruppentherapie, die Indikation von stationärer Behandlung/medizinische Rehabilitation, Empfehlung von Präventivmaßnahmen, Hinweise auf Angebote von Beratungsstellen und/oder Selbsthilfegruppen, aber natürlich auch, wenn notwendig, Empfehlung von Angeboten aus dem Bereich der Suchthilfe).

Wichtig für Sie: Die psychotherapeutische Sprechstunde dient also einer möglichst zeitnahen orientierenden Abklärung.

Wichtig für Sie: Termine zur psychotherapeutischen Sprechstunde werden in dieser Praxis in den dafür vorgesehenen telefonischen Sprechzeiten vereinbart und somit Ihnen somit hier in einer Terminsprechstunde angeboten.

Wichtig für Sie: Bis zum 01.04.2018 können Sie jedoch eine Behandlung beginnen, ohne vorher in einer psychotherapeutischen Sprechstunde gewesen zu sein (einjährige Übergangsfrist für Patienten).

Über diesen Zeitraum hinaus können Sie als Patient eine Behandlung direkt beginnen, wenn Sie zuvor in einem psychiatrischen Krankenhaus oder in einer Rehabilitationsklinik behandelt worden sind und bei Ihnen die Indikation (Notwendigkeit) für eine psychotherapeutische Behandlung gestellt worden ist (Entlassungsdiagnosen aus dem Indikationsbereich auf der Basis des § 26 der Psychotherapie-Richtlinie).

Allgemein: Die erbrachten Leistungen in der psychotherapeutischen Sprechstunde ist nicht anzeigepflichtig und auch nicht antragspflichtig.

Akutbehandlung ab dem 01.04.2017:



Ab dem 01.04.207 wird es für in psychotherapeutischen Behandlungsangeboten die psychotherapeutische Akutbehandlung geben. Sie bietet Ihnen die Möglichkeit zur Soforthilfe bei akuten psychischen Krisen und Ausnahmezuständen, z.B. Suizidalität. Eine Akutbehandlung sollte, wenn möglich, kurzfristig nach der Sprechstunde begonnen werden. Hierfür stehen Ihnen falls notwendig bis zu 24 Gesprächseinheiten zu jeweils 25 Minuten zur Verfügung. Wichtig für Sie: Vor einer Akutbehandlung muss eine somatische Abklärung erfolgen, d.h. ein Konsiliarbericht sollte zeitnah Bearbeitung finden (Konsilairbericht: Siehe unten). Eine Akutbehandlung ist gegenüber Ihrer Krankenversicherung anzeigepflichtig.

Die Probatorik ab dem 01.04.2017:



Ihr Start in Ihre Psychotherapie beginnt mit den sogenannten probatorischen Sitzungen. Im Rahmen des verhaltenstherapeutischen Angebotes sind dies ab dem 01.04.2017 maximal 4 Sitzungen (50 Minuten). Sie haben während dieser Zeit die Möglichkeit, herauszufinden, ob Ihre Behandlerin bzw. Ihr Behandler für Sie und Ihr Problem die oder der richtige Ansprechpartner ist. Hier sollten Sie unbedingt auf Ihr "Bauchgefühl" achten. Sie sollten sich in den Sitzungen gut aufgehoben wissen und das Gefühl haben bzw. entwickeln können, ohne Scheu über alles sprechen zu können. Dazu gehört auch, dass Sie für sich erleben dürfen, dass Sie die für Sie relevanten Fragen stellen können, sie sich über formale Aspekte (z.B. Schweigepflicht oder Antragsstellung bei den Kostenträgern) gut und bereitwillig aufgeklärt erleben.

Es wird in diesem Zeitraum also abgeklärt, ob die beabsichtigte Psychotherapie bei der vorliegenden psychischen Störung erfolgversprechend und die Allianz zwischen Ihnen und und Ihrem Psychotherapeuten tragfähig ist.

Wichtig für Sie: Vor Beginn einer Psychotherapie müssen mindestens zwei probatorische Sitzungen durchgeführt werden. Nach § 11 Abs. 12 PT-V ist die Durchführung von probatorischen Sitzungen bis zur Genehmigung möglich.

Sollten diese Bedingungen erfüllt sein, so wird ein Antrag auf Kostenübernahme bei der jeweiligen Krankenkasse gestellt. Über die einzuhaltenden Formalien werde ich Sie als Psychotherapeut natürlich umfänglich aufklären.

Der Konsiliarbericht:



Soll nach Ablauf der Probatorik / der therapievorbereitenden Phase (s.o.) und ggf. weiteren notwendigen diagnostischen Abklärungen der Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden, muss als Teil des Antragsverfahrens eine Bestätigung eines Arztes, der sogenannte Konsiliarbericht, beigefügt werden und somit dem Psychotherapeuten vorliegen. Durch den Konsilarbericht wird ausgeschlossen, dass aus körperlichen Gründen eine Psychotherapie nicht kontraindiziert ist.

Zur Einholung des Konsiliarberichtes überweist Sie der Psychotherapeut spätestens nach Beendigung der Probatorik und vor Beginn der Psychotherapie an einen Konsiliararzt. Der Bericht ist dem Psychotherapeuten durch den Konsiliararzt möglichst zeitnah, spätestens aber drei Wochen nach der Untersuchung zu übermitteln. Zur Abgabe eines Konsiliarberichtes sind alle Vertragsärzte mit Ausnahme der folgenden Arztgruppen berechtigt: Laborärzte, Mikrobiologen, Infektionsepidemiologen, Nuklearmediziner, Pathologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Transfusionsmediziner und Humangenetiker.

Der Psychotherapeut hat den Konsiliarbericht im verschlossenen Umschlag dem Bericht an den Gutachter beizufügen (siehe Antragsstellung).

Die Kurzzeittherapie ab dem 01.04.2017:



Nach der nun geänderten Psychotherapie-Richtlinie wird die sogenannte Kurzzeittherapie in zwei Abschnitte unterteilt (PTV 1 und PTV2).

Jeder dieser zwei Abschnitte umfasst dann 12 Stunden. Für jeden dieser Abschnitte muss ein Antrag gestellt werden. Ein Antrag auf Kurzzeittherapie (PTV1) kann erst nach der ersten probatorischen Sitzung formuliert werden, wobei zumindest eine zweite probatorische Sitzung terminiert sein muss. Ihre Krankenkasse muss über Ihren Antrag innerhalb von 3 Wochen entscheiden und Ihnen die Genehmigung oder Ablehnung mitteilen. Im Falle einer Ablehnung würde auch ich, als Ihr Behandler von Ihrer Krankenkasse über diesen Sachverhalt informiert.

Der zweite Abschnitt einer Kurzzeittherapie (PTV2) kann frühestens nach der 7-ten Therapieeinheit der PTV1 (erster Abschnitt Kurzzeittherapie) beantragt werden. Leistungen einer ggf. vorher stattgefundenen Akutbehandlung werden auf die Kontingente der Kurzzeittherapie angerechnet.

Eine erneute Kurzzeittherapie ist nur antragspflichtig, jedoch nicht gutachterpflichtig, wenn zwischen dem angezeigten Ende einer vorher erfolgten Psychotherapie und einem erneuten Antrag mindestens zwei Jahre liegen. Dies gilt auch, wenn in der Zwischenzeit Leistungen der sog. Rezidivprophylaxe (siehe unten) durch Sie in Anspruch genommen worden sind.

Die Langzeittherapie ab dem 01.04.2017:



Sie sollten wissen, dass eine Kurzzeittherapie entweder direkt nach der Probatorik oder nach einer vorher durchgeführten Kurzzeittherapie erfolgen kann.

Für das Verfahren meiner Praxis, also der Verhaltenstherapieumfass die Langzeittherapie 60 Therapieeinheiten. Das Höchstkontingent liegt für die Verhaltenstherapie (Erwachsene) bei 80 Therapieeinheiten. Eine Langzeittherapie ist immer antragspflichtig.Dazu gehört auch, dass ein Bericht an einen Gutachter erstellt wird. Hier ist es so, wie bei der Kurzzeittherapie, dass der Antrag auf Langzeittherapie nach der ersten probatorischen Sitzung gestellt werden kann, wenn eine zweite probatorische Sitzung fest vereinbart ist. Im Gegensatz zur Kurzzeittherapie, werden nicht nur Sie von Ihrer Krankenkasse über die Bewilligung informiert, sondern auch ich als Ihr Psychotherapeut.

Wird eine Langzeittherapie nach einer vorher erfolgten Kurzzeittherapie beantragt, so muss die Umwandlung in eine Langzeittherapie bis zur 20-zigsten Sitzung der Kurzzeittherapie beantragt werden. Ihre Krankenkasse hat eine Frist von 5 Wochen, über den Sie betreffenden Antrag zu entscheiden.

Die Verlängerung einer Langzeittherapie von 60 auf 80 Therapieeinheiten ist ebenfalls antragspflichtig. Hier ist es jedoch so, dass Ihre Krankenversicherung entscheiden kann (Ermessensspielraum), ob ein Gutachter hinzugezogen wird oder nicht. Eine Ablehnung bedarf jedoch in der Regel eine gutachterliche Begründung.

Die Rezidivprophylaxe ab dem 01.04.2017:



Klar ist, dass es wichtiges Bedürfnis ist, wenn möglich Rückfälle zu vermeiden. Hierzu dient eben die Rezidivprophylaxe. Es wird nun so sei, dass für dieses Ziel Stunden aus dem Kontingent einer Langzeittherapie genutzt werden.

Bereits im Antrag auf eine Langzeittherapie muss angegeben werden, wie viele Stunden für eine Rezidivprophylaxe vorgesehen werden oder eben, dass dieses noch nicht absehbar ist.

Alternativ dazu können, wie bisher, am Ende einer Langzeittherapie die Zwischenräume der einzelnen Sitzungen vergrößert werden (ausschleichende Therapie), ohne dafür ausdrücklich eine Rezidivprophylaxe beantragt zu haben. Eine Unterbrechung von länger als 6 Monaten kann bewilligungsschädlich sein, wobei Ausnahmen eben einer besonderen Begründung bedürfen.

Gruppentherapien ab dem 01.04.2017:



In meiner Praxis führe ich keine Gruppentherapien durch. Weiterführend möchte ich ihnen jedoch die Information geben, dass Grundsätzlich alle Indikationen für eine Psychotherapie in einer Einzeltherapie, Gruppentherapie oder als Kombination behandelt werden können.

Eine Kombination von psychoanalytischen Verfahren und Verhaltenstherapie ist jedoch nicht möglich.

Bezugspersonen ab dem 01.04.2017:



Prinzipiell gilt, dass relevante Bezugspersonen (z.B. Lebenspartner/-in oder Familienangehörige) in die Akutbehandlung, in die Kurzzeittherapie als auch in die Langzeittherapie einbezogen werden können. Es können dann auch Doppelstunden durchgeführt werden.

Psychotherapie außerhalb der Praxisräume ab dem 01.04.2017:



Zukünftig soll gelten, dies auf der Basis der berufsrechtlichen Regelung der Muster-Berufsordnung der Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichentherapeuten, dass eine Behandlung außerhalb der Praxisräume stattfinden kann, insofern diese für die jeweilige Behandlung indiziert/notwendig ist und nicht in Konflikt mit berufsrechtlichen Belangen steht. Eine besondere Begründung ist für entsprechend notwendige Behandlungen nicht mehr im Antrag gesondert zu begründen.

Therapiebeendigung ab dem 01.04.2017:



Für die Mitteilung über die Beendigung einer Therapie ist ab dem 01.04.2017 ein Formblatt (PTV12) vorgesehen. Der Begriff "Abbruch" wurde gestrichen.